Ach was! Polosport ist nicht nur ein Parfum von Ralph?

    Letzte Woche saß ich mit einer Freundin in einem Café. Wie das in Cafés an Marktplätzen so üblich ist, kam zwischendurch mal ein flotter Typ vorbei. „Das ist Polosport pur!“ flüsterte meine Freundin. In meiner unkontrollierten und direkten Art antwortete ich: „Nee, der sieht doch voll nicht aus wie ein Polospieler!“ Es soll ja ab und zu vorkommen, dass man aneinander vorbeispricht. Don’t know why?!

     

    Naja, so wie relativ viele Frauen sofort Aqua di Gio oder Coolwater bei Männern identifizieren können, so kann meine Freundin Polosport von Ralph Lauren riechen. Könnt ihr auch was riechen? Jil Sander Sun kann wahrscheinlich jeder auf 500m gegen den Wind identifizieren, oder? Aber wer benutzt das noch? Das ist eine andere Frage.

    Aber gut, der Typ war jetzt keine Bombe, daher führten wir unser Gespräch belanglos fort. Meine Freundin wollte nun wissen, warum dieser Typ denn kein Polospieler sein könnte?

     

    Cowboy-Aura, Land Rover und braun gebrannt…

     

    Schubladen-Denke deluxe: An was denkt man denn so, wenn man Polosport hört? An einen elitären Sport, der im Rahmen von Highsociety-Turnieren in Hotspots wie Kitzbühel oder Kampen gefeiert wird. Menschen zeigen sich in teurer Garderobe, mit hochwertigen Uhren und trinken Champagner bis es überschäumt vor Glück. Die Polo-Mannschaften sind mit millionenschweren Männlein und mittlerweile auch Weiblein bestückt-meist so um die Vierzig. Sie fahren Land Rover und haben pro Person circa sieben Polopferde – Gesamtwert? Unbezahlbar.

     

    Wie stelle ich mir einen Mann vor, der Polo spielt? Im ersten Augenblick wohl als Antonio Banderas in schön, mit reichlich Zaster und einer Cowboy-Aura. Ich schätze 90kg auf 1,90m verteilt – braun gebrannt- egal ob Winter oder Sommer, (Under-)Statement-Uhr und so…ja ungefähr so. Die Haare im Style von „Vom Winde verweht“, aber gerade so, dass ein Friseurbesuch fast überfällig ist, also hart an der Grenze.

     

    Heino, der kleine Barren-König!


    Wenn ich aber kurz drüber nachdenke und überlege, wer in meinem Umfeld so Polo spielt, fällt mir spontan nur ein einziger Mann ein. Nein, Prinz William oder Harry gehören nicht zu meinem Freundeskreis. Schade eigentlich. Ich würde gerne mal mit Harry im Boujis oder im Funky Buddha ein bis drei Gin Tonic trinken. 


    Back to the topic. It’s the one and only Heino. Ja genau, Heino Ferch spielt Polo. Ich glaube sogar ganz gut. Aber das kann ich mal gar nicht beurteilen. Auf jeden Fall betreibt er diesen Sport zusammen mit seiner Frau. Kenne ihn noch von seiner Zeit in einem nahegelegenen Turnverein. Dort hat er noch ganz bodenständig am Barren geturnt. Das tat er aber wirklich sehr erfolgreich.

     

    Gut, hier gibt es ja auch mehrere Polo Clubs in der Nähe. Ab und zu besuche ich sogar mal ein Turnier. Um ehrlich zu sein war ich erst bei einem echten Poloturnier. Einmal ist kein Mal…hihi.

     

    Ein Polo Club fällt mir aber noch zusätzlich ein. Den habe ich sogar auch schon einmal besucht. Aber nur weil dort eine Hochzeit stattfand, zu der ich eingeladen war. Das war auf Schloss Basthorst, dort ist nämlich auch ein Polo Club ansässig. Der Platz dort gilt sogar als einer der schönsten Polo-Plätze Deutschlands. Wer Eltern im Alter meiner Eltern hat, kennt wahrscheinlich Vicky Leandros – andere wohl eher nicht oder vielleicht doch. Theo, wir fahr‘n nach Lodz und so…Naja, jedenfalls Vickys zweiter Ehemann –mittlerweile glaube ich Ex- Enno Freiherr von Ruffin bewirtschaftet das Landgut und hat Schloss Basthorst vor ein paar Jahren mit einem neuen Konzept versehen. Ja, so ein Landgut erhält sich nicht von allein. Neben Festivitäten ist nun auch der Polosport dort ansässig.

     

    Ja, aber woran erkennt man denn einen Polospieler, wenn er nicht gerade auf einem der bekannten Turniere oder Clubs auf einem Polopferd sitzt und den Schläger schwingt?

     

    Ich würde ihn nur erkennen, wenn er einen Pologürtel mit einem unserer mehrfarbigen Muster um die Hüften trägt. Denn das Farbenspiel auf den Pologürteln ist meist einer Polomannschaft zuzuordnen. Ansonsten würde ich ihn wahrscheinlich nur am Duft erkennen! ;-)

     

    Auf die Pferde, fertig los…it’s weekend!

     

    Adios und bis bald!


    Eure Jana

     

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